Wärme

Solarstation

Die Solarstation ist unsere eigene Zusammenstellung aus Solarthermie, Pufferspeicher und Ventilsteuerung, die die Sonnenwärme dorthin legt, wo sie im Moment am meisten nützt — auch bei wenig Einstrahlung im Herbst und Winter.

Eine übliche Solaranlage arbeitet für das Warmwasser und steht still, sobald die Einstrahlung dafür nicht mehr reicht. Die Solarstation nutzt auch niedrige Temperaturen: Die Steuerung speist in bis zu vier Temperaturniveaus des Pufferspeichers ein und wärmt den Rücklauf der Wärmepumpe vor. Nutzbar wird die Wärme bereits ab 250 Watt je Quadratmeter Einstrahlung. Der Gedanke dahinter ist einfach: Jede Kilowattstunde, die von der Sonne kommt, muss die Wärmepumpe nicht aus Strom machen.

Stand

Isometrisches Wohnhaus mit zwei orange hervorgehobenen Solarkollektorfeldern auf dem Dach, Wärmepumpe daneben und Speicher im Erdreich.

Von der Dachfläche bis zur geladenen Wärme

  1. 1 PreCheck Aus Adresse und Dachausrichtung kommt die Einstrahlung am Standort — stündlich gerechnet, nicht als Jahressumme.
  2. 2 ZukunftsCheck Vor Ort: Dachfläche, Verschattung, Leitungsweg in den Keller und der Platz, den ein geschichteter Speicher braucht.
  3. 3 Planung Kollektorfläche und Speichergröße gegeneinander. Und die Frage, in wie viele Temperaturzonen eingespeist wird — daran hängt, ob auch schwache Einstrahlung noch etwas bringt.
  4. 4 Umsetzung Montage, Verrohrung, Steuerung und Einregulierung. Die Ventilsteuerung wird an der fertigen Anlage eingestellt, nicht am Schema.
  5. 5 Betrieb Wir lesen aus, wie viel wirklich ankommt. Die Frage ist nicht der Jahresertrag, sondern wie viele Stunden die Anlage überhaupt etwas beiträgt.

Was sie ausmacht

250 W/m²
Nutzbar ab einer Einstrahlung von Stand · Quelle: ZukunftsHaus, eigene Produktangaben
bis zu vier Temperaturniveaus
Einspeisung in den Pufferspeicher Stand · Quelle: ZukunftsHaus, eigene Produktangaben

Häufige Fragen

Bringt Solarthermie im Winter überhaupt etwas?

Ja, wenn man sie nicht am Warmwasser misst. Für eine Dusche im Dezember reicht die Einstrahlung nicht. Sie reicht aber, um den Rücklauf der Wärmepumpe vorzuwärmen — und jedes Grad, das die Wärmepumpe nicht selbst heben muss, verbessert ihre Arbeitszahl. Nutzbar wird die Wärme bereits ab einer Einstrahlung von 250 Watt je Quadratmeter, also weit unterhalb von Sommerverhältnissen. In einem ungedämmten Haus von 1970 messen wir auf diese Weise 5,13.

Solarthermie oder Photovoltaik — was ist sinnvoller?

Meist beides, und die Frage ist falsch gestellt. Ein Kollektor wandelt Sonne direkt in Wärme, ein Modul erzeugt Strom, den die Wärmepumpe erst vervielfacht. Die beiden Wirkungsgrade lassen sich deshalb nicht gegeneinander stellen. Entscheidend ist, was Ihr Dach hergibt und wofür die Energie gebraucht wird. Wir legen beides gemeinsam aus, statt eines gegen das andere zu rechnen.

Was, wenn die Anlage für das Warmwasser zu klein ist?

Dann hat sie oft nur die falsche Aufgabe. In unserem ersten eigenen Projekt reichen fünf Quadratmeter nicht für die Warmwasserversorgung — sie reichen aber, um den Eisspeicher über den Sommer zu regenerieren. Danach trägt der Speicher rund neun Monate im Jahr. Eine zu klein geratene Solarthermie ist selten nutzlos; sie ist meistens falsch eingebunden.