Wie das Warmwasser aus der Heizung herauskommt
- 1 PreCheck Personenzahl und Zirkulation sagen, wie viel Warmwasser das Haus überhaupt braucht — und wie viel davon heute der Heizkessel mitschleppt. Das ist die Zahl, die den Nutzen entscheidet.
- 2 ZukunftsCheck Vor Ort: Wo steht das Gerät, wie kalt darf der Aufstellraum werden, und liegt eine Leitung zur Wärmepumpe, damit sie im Winter einspeisen kann?
- 3 Planung Gerätegröße, Aufstellort, Einbindung. Hier entscheidet sich auch, ob die Wärmepumpe eine Nummer kleiner ausfallen darf — meistens ja.
- 4 Umsetzung Einbau und Anschluss, oft an einem Tag. Das ist das Produkt, das ohne großes Vorhaben auskommt.
- 5 Betrieb Ab jetzt läuft das Warmwasser getrennt von der Heizung. Im Sommer kühlt das Gerät nebenbei mit — je nach Bauform den Aufstellraum oder den Fußboden.
Woher das Gerät seine Wärme holt
Eine Trinkwasser-Wärmepumpe zieht Wärme aus der Luft des Raums, in dem sie steht — meistens Keller oder Hauswirtschaftsraum. Sie kühlt dabei den Raum, was im Sommer angenehm und im Winter je nach Haus lästig ist.
Es gibt eine zweite Bauform, und sie ist der Grund, warum wir dieses Fabrikat einsetzen: Sie nimmt die Wärme aus dem Rücklauf der Fußbodenheizung statt aus der Luft. Das Wasser dort ist wärmer als Kellerluft, und deshalb arbeitet dasselbe Gerät mit derselben Technik erheblich besser. Im Sommer kühlt es über denselben Weg den Estrich.
Welche der beiden Bauformen bei Ihnen passt, entscheidet der Rücklauf: Er darf nicht über 35 Grad liegen. In einem Haus mit Fußbodenheizung ist das der Normalfall, in einem Haus mit Heizkörpern nicht.
Was dabei ausdrücklich zu bedenken ist
Die großen Speicher tragen ein anderes Kältemittel. Die kleinen Geräte bis 166 Liter laufen mit Propan (R290, Treibhauspotenzial 3). Wer 300 bis 400 Liter braucht, bekommt in mehreren Baureihen R134a mit einem Treibhauspotenzial von 1430 — in einem Gerät stecken dann rund zwei Tonnen CO₂-Äquivalent, solange das Kältemittel drin bleibt. Das ist ein Abwägen zwischen Speichergröße und Kältemittel, und wir sagen Ihnen, wie es in Ihrem Fall ausgeht, statt es zu übergehen.
Ein Gerät je Wohnung ist die Regel, nicht die Ausnahme. In einem unserer Objekte stehen elf Stück — jede Partei erzeugt ihr Warmwasser nach eigenem Verbrauch, und niemand hält für die anderen einen Speicher warm. Das ist der eigentliche Grund für die guten Zahlen und zugleich der Grund, warum es nicht überall passt: Es braucht Platz je Wohnung.
Der Raum wird kälter. Bei der Luft-Bauform ist das im Sommer erwünscht und im Winter ein Verlust, wenn der Raum beheizt ist. In einem unbeheizten Keller spielt es keine Rolle — deshalb fragen wir danach.
Wir nennen keine Ersparnis in Prozent. Sie hinge am vorherigen Gerät, am Verbrauch und am Strompreis. Die Leistungszahlen oben stehen mit ihrer Prüfnorm da, und daraus lässt sich rechnen.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein zweites Gerät, wenn die Wärmepumpe das Warmwasser doch mitmachen kann?
In den meisten Fällen ja, und der Grund steht in unseren eigenen Messwerten. Muss ein Gerät Heizung und Warmwasser liefern, zwingt das Warmwasser den Puffer auf etwa 57 Grad — und die Heizung läuft das ganze Jahr gegen diese Temperatur, obwohl sie sie nur für einen kleinen Teil der Wärme braucht. In einem unserer Häuser messen wir dort eine Jahresarbeitszahl von 4,5. In einem vergleichbaren Haus, in dem eigene Trinkwasser-Wärmepumpen das Warmwasser übernehmen, sind es 7,5. Der Unterschied ist größer als alles, was ein Gerätewechsel je gebracht hat.
Wie viel Platz braucht das Gerät?
Die kleinen Geräte sind etwa 1,18 bis 1,58 Meter hoch bei einer Grundfläche von rund 54 mal 58 Zentimetern, die großen bis 1,92 Meter hoch bei 71 Zentimetern Durchmesser. Dazu kommt Abstand für die Luftführung und ein Anschluss für das Kondensat. Bei einem Gerät je Wohnung ist der Platzbedarf die häufigste Absage — deshalb sehen wir uns das vor Ort an, bevor wir die Bauform festlegen.
Was passiert im Winter, wenn die Luft im Keller kalt wird?
Die großen Geräte arbeiten bis −10 Grad Zulufttemperatur, die kleinen Luft-Geräte bis +5 Grad, und alle verlieren an Leistungszahl, je kälter es wird. Deshalb bevorzugen wir die Rücklauf-Bauform, wo der Fußbodenkreis es hergibt: Ihre Quelle ist im Winter warm, also genau dann, wenn die Luft es nicht ist. Wo das nicht geht, gibt es Speicher mit Wärmetauscher — dann kann die große Wärmepumpe im Winter zuspeisen.