Was bei größeren Gebäuden anders läuft
- 1 PreCheck Heizlast aus dem Verbrauch, und die Kreuzprobe gegen die Fläche. Bei Mehrfamilienhäusern ist die Personenzahl der Punkt, an dem die Rechnung am ehesten kippt.
- 2 ZukunftsCheck Vor Ort und je Nutzungseinheit. Bei mehreren Parteien ist die Frage nicht nur, was das Gebäude braucht, sondern wann alle gleichzeitig Warmwasser wollen.
- 3 Planung Ein Gerät oder eine Kaskade, Aufstellort, Schallabstände, Hydraulik und Warmwasserkonzept. Ab hier kommen Beschlusslage und Kostenverteilung dazu.
- 4 Umsetzung Einbau bei laufendem Betrieb — die Bewohner bleiben im Haus. Das bestimmt den Ablauf mehr als die Technik.
- 5 Betrieb Auslesen und Verbrauchskontrolle. Bei mehreren Einheiten ist die Frage, wo Wärme verschwindet, keine Jahresfrage.
Was verbaut wird
Häufige Fragen
Ab welcher Gebäudegröße reicht eine einzelne Wärmepumpe nicht mehr?
Das entscheidet die berechnete Heizlast, nicht die Quadratmeterzahl. Ein Gerät deckt bis etwa 32 kW bei −10 °C ab; darüber werden mehrere zu einer Kaskade zusammengeschaltet, bis zu fünf Stück und 175 kW. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Hülle planen, dann die Heizlast rechnen, dann das Gerät wählen. Wer nach der alten Kesselleistung auslegt, kauft regelmäßig zu groß.
Kaskade oder mehrere getrennte Anlagen?
Das entscheidet der Bauablauf. Wird in einem Zug gebaut, ist die Kaskade meist richtig: eine Regelung, ein Wartungsvertrag, gemeinsame Reserve. Entstehen die Bauteile nacheinander und werden nacheinander bezogen, kann Trennung günstiger sein — in einem unserer Projekte hätten die Wärmeverluste der Verbindungsleitungen über zwanzig bis fünfundzwanzig Jahre etwa so viel gekostet wie die beiden zusätzlichen Geräte.
Kann die Anlage im Sommer auch kühlen?
Ja, Kühlung ist bei dieser Baureihe serienmäßig. Ob sie im Gebäude ankommt, hängt an den Flächen: Eine Fußbodenheizung oder eine Bauteilaktivierung kann Wärme abführen, klassische Heizkörper praktisch nicht. Das ist eine Entscheidung, die beim Bodenaufbau fällt und nicht mehr beim Gerät.