Vollsanierung in Wackernheim

Bungalow von 1968, Wackernheim

Der Bungalow von 1968 in Wackernheim ist die Vollsanierung eines energetisch sehr schlechten Gebäudes auf KfW-40-EE-Niveau, bei der aus zwei Wohnungen drei werden.

Die Wohnfläche wächst von 140 auf 210 Quadratmeter. Gedämmt wird außen mit 24 Zentimetern Schafwolle und 6 Zentimetern Weichholzplatte. Der vorhandene Estrich trug nicht mehr und musste heraus; an seiner Stelle liegen heute Terrakotta und Heizungsfliesen als Speichermasse, mit rund 30 Grad Vorlauf. Gefördert über KfW 40 EE mit Bonus für besonders schlechte Gebäude, 45 Prozent Zuschuss.

Stand

Kenndaten des Projekts
Projektart Sanierung
Effizienzniveau KfW 40 EE
Ort Wackernheim
Gebäudetyp Mehrfamilienhaus
Wohneinheiten 3
Baujahr 1968
Wohnfläche 210 m²
Koordinierte Gewerke 30
Heizflächen Fußbodenheizung
Bauteile Lambda EU10L · Trinkwasser-Wärmepumpe 1EcoDesign 4000 (mit Edelstahlwendel) · Loxone (Steuerung) · 2 × LADE (Carsharing-Stellplatz) · Baunach
Vorlauf nachher 30 °C
Speicher 20 kWh Akkuspeicher
Photovoltaik 26 kWp
Förderung KfW 40 EE mit Bonus für Worst Performing Buildings, 45 % Zuschuss (Stand 08/2026)

Datenstand 24.08.2026, Quelle: Herstellerangabe. Die Werte gelten für dieses Objekt. Sie sind keine Zusicherung für andere Gebäude — Heizlast und erforderliche Vorlauftemperatur hängen an Bausubstanz, Heizflächen und Nutzung des jeweiligen Hauses.

Die Entscheidung

Der Estrich musste heraus. Bei einem früheren Projekt haben wir die Fußbodenheizung in den vorhandenen Estrich gefräst, weil er tragfähig war — hier trug er nicht. Dieselbe Frage, die entgegengesetzte Antwort, und beides am Objekt entschieden. An seiner Stelle liegen jetzt Terrakotta und Heizungsfliesen in der Rille: möglichst viel Speichermasse, damit die Energie im Bauteil bleibt und die Anlage mit rund 30 Grad Vorlauf auskommt.

Das Warmwasser übernimmt eine Trinkwasser-Wärmepumpe mit Edelstahlwendel. Über diese Wendel lässt sich Wärme aus beliebigen Quellen einbringen. Im Winter speist die Lambda dort ein, weil das Trinkwassergerät dann schlecht arbeiten und obendrein kühlen würde. Im Sommer läuft es selbst — und kühlt.

Gedämmt wird außen mit 24 Zentimetern Schafwolle und 6 Zentimetern Weichholzplatte. Schafwolle weist an der Faseroberfläche flüssiges Wasser ab und nimmt zugleich Feuchte auf, ohne sich nass anzufühlen; ihre Dämmwirkung liegt auf Augenhöhe mit Mineralwolle.

Wann macht die Wärmepumpe das Warmwasser und wann das eigene Gerät?

Im Winter die Wärmepumpe, im Sommer das Trinkwassergerät. Die Trinkwasser-Wärmepumpe hat eine Edelstahlwendel, über die sich Wärme aus beliebigen anderen Quellen einbringen lässt. Im Winter speist die Lambda dort ein: Das eigene Gerät hätte dann eine schlechte Arbeitszahl und würde der Raumluft Wärme entziehen, also kühlen — was im Winter niemand braucht. Im Sommer läuft es selbst und die Kühlung ist willkommen.