Denkmalsanierung in Mainz-Gonsenheim

Denkmal-Dachausbau, Offiziershaus von 1920

Der Denkmal-Dachausbau in Mainz-Gonsenheim ist der Umbau des Dachgeschosses eines denkmalgeschützten Offiziershauses von 1920, verbunden mit dem Austausch der Gastherme gegen eine Wärmepumpe.

In Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt wurde das Dachgeschoss neu aufgeteilt; die zwölf historischen Gauben blieben erhalten. Weil an der Fassade nichts verändert werden durfte, liegt die gesamte Dämmleistung im Dach: Aufsparren-, Zwischensparren- und Innendämmung zusammen. Statt der Gastherme arbeiten heute eine Lambda EU13L und eine eigene Trinkwasser-Wärmepumpe, dazu eine Lüftungsanlage und eine Fußbodenheizung.

Stand

Kenndaten des Projekts
Projektart Denkmalsanierung
Effizienzniveau Denkmal (optimiert)
Projektjahr 2024
Ort Mainz-Gonsenheim
Gebäudetyp Mehrfamilienhaus
Baujahr 1920
Heizflächen Fußbodenheizung
Heizung vorher Gastherme
Bauteile Lambda EU13L · Trinkwasser-Wärmepumpe 1EcoDesign · Loxone (Steuerung) · Baunach

Datenstand 24.08.2026, Quelle: Messung vor Ort. Die Werte gelten für dieses Objekt. Sie sind keine Zusicherung für andere Gebäude — Heizlast und erforderliche Vorlauftemperatur hängen an Bausubstanz, Heizflächen und Nutzung des jeweiligen Hauses.

Die Entscheidung

Die Frage, die jeder Denkmaleigentümer stellt, lautet: Wie soll das gehen, wenn ich nicht dämmen darf? Die Antwort ist unspektakulär. An die Fassade durfte niemand, also haben wir aus dem Dach geholt, was ging: Das Denkmalamt hat eine Aufsparrendämmung zugelassen, darunter kamen zusätzlich eine Zwischensparren- und eine Innendämmung. Zusammen liegen wir deutlich über dem Niveau, das die Behörde gefordert hätte.

Den Rest macht nicht die Dämmung, sondern die Auslegung: die Wärmepumpe genau auf die Anforderungen dieses Gebäudes gerechnet und eine hydraulische Regelung, die wenig taktet. Ein größeres Gerät hätte das Problem nicht gelöst, sondern verschoben. Zwölf historische Gauben sind geblieben.

Denkmalgeschütztes Offiziershaus von 1920: weiß verputzter Bau mit rotem Walmdach, erhaltenen Gauben und blaugrünen Fensterläden, dazwischen neue Dachflächenfenster.
Geht eine Wärmepumpe im Denkmal, wenn keine Außendämmung erlaubt ist?

Ja. Wenn an die Fassade niemand darf, holt man das Maximum aus dem Dach und gleicht den Rest über Auslegung und Hydraulik aus. Hier hat das Denkmalamt eine Aufsparrendämmung zugelassen; darunter kamen zusätzlich eine Zwischensparren- und eine Innendämmung, zusammen deutlich über dem geforderten Niveau. Die Wärmepumpe wurde exakt auf das Gebäude ausgelegt und die Hydraulik so geregelt, dass sie wenig taktet. Nicht ein größeres Gerät löst das Problem, sondern das passende.