| Projektart | Sanierung |
|---|---|
| Projektjahr | 2025 |
| Ort | Mainz-Gonsenheim |
| Gebäudetyp | Einfamilienhaus |
| Wohneinheiten | 1 |
| Baujahr | 1970 |
| Wohnfläche | 160 m² |
| Dämmzustand | ungedämmt |
| Heizung vorher | Pelletheizung |
| Verbrauch vorher | rund 3.500 kg Pellets pro Jahr |
| Bauteile | Lambda EU10L · Baunach (Rücklaufanhebung für die Solarthermie) · Loxone (Steuerung) |
| Solarthermie | ja |
| JAZ gemessen | 5,13 |
Datenstand 24.08.2026, Quelle: Messung vor Ort. Die Werte gelten für dieses Objekt. Sie sind keine Zusicherung für andere Gebäude — Heizlast und erforderliche Vorlauftemperatur hängen an Bausubstanz, Heizflächen und Nutzung des jeweiligen Hauses.
Maßnahmen
- Hydraulischer Abgleich
Die Entscheidung
Eine funktionierende Pelletanlage zu ersetzen, ist erklärungsbedürftig — Pellets sind schließlich erneuerbar. Der Eigentümer wollte grundsätzlich keine Verbrennung mehr, und er hatte bereits eine Solarthermie auf dem Dach, die wenig beitrug.
Genau die haben wir zur Hauptsache gemacht. Über die Regelung liefert sie im Sommer das Trinkwasser. Im Winter, wenn wenig Ertrag da ist, hebt sie über eine Rücklaufanhebung die Rücklauftemperatur an, damit die Wärmepumpe weniger Hub leisten muss. Damit nutzen wir Energie, die vorher ungenutzt blieb.
Die Zahlen halten einer Gegenprobe stand: 3.500 Kilogramm Pellets entsprechen nach Kesselverlusten grob 14.000 bis 15.000 Kilowattstunden Nutzwärme im Jahr. Die 4.600 Kilowattstunden Strom seit März 2025 ergeben bei einer Arbeitszahl von 5,13 rund 23.600 Kilowattstunden Wärme über gut anderthalb Jahre — also etwa 15.700 im Jahr. Zwei unabhängige Wege, dasselbe Ergebnis.
Lohnt der Wechsel von einer Pelletheizung auf eine Wärmepumpe?
Er kann sich lohnen, wenn man die vorhandenen Bauteile mitnutzt. In diesem Haus von 1970 war eine Solarthermie vorhanden, die vorher wenig beitrug. Über eine Rücklaufanhebung hebt sie im Winter die Rücklauftemperatur an, sodass die Wärmepumpe weniger Hub leisten muss; im Sommer macht sie das Trinkwasser. Das Haus ist ungedämmt und erreicht dennoch eine aus dem Gerät ausgelesene Jahresarbeitszahl von 5,13. Vorher wurden rund 3.500 Kilogramm Pellets im Jahr verbrannt.