| Projektart | Sanierung |
|---|---|
| Effizienzniveau | KfW 70 |
| Projektjahr | 2018 |
| Ort | Ingelheim |
| Gebäudetyp | Mehrfamilienhaus |
| Wohneinheiten | 10 |
| Baujahr | 1900 |
| Wohnfläche | 750 m² |
| Dämmzustand | saniert |
| Heizflächen | neue Niedertemperatur-Heizkörper |
| Heizung vorher | Ölheizung |
| Verbrauch vorher | 10.000 l Heizöl pro Jahr |
| Bauteile | Pelletkessel mit 15-t-Lager · Eisspeicher · Loxone (Steuerung) · 4 × LADE · Baunach |
| Speicher | 20 kWh Akkuspeicher |
| Photovoltaik | 30 kWp |
| Solarthermie | ja |
| Förderung | KfW 430, Investitionszuschuss |
Datenstand 24.08.2026, Quelle: Abrechnung. Die Werte gelten für dieses Objekt. Sie sind keine Zusicherung für andere Gebäude — Heizlast und erforderliche Vorlauftemperatur hängen an Bausubstanz, Heizflächen und Nutzung des jeweiligen Hauses.
Die Entscheidung
Der Eisspeicher war die Entscheidung, über die sich alles andere erklärt. Die vorhandene Solarthermie war für die Warmwasserversorgung zu klein — dafür reicht sie bis heute nicht. Sie reicht aber, um den Eisspeicher über den Sommer zu regenerieren, und damit hatte sie plötzlich eine Aufgabe, die sie erfüllen kann. Rund neun Monate im Jahr läuft die Wärmeversorgung seitdem allein über den Eisspeicher: Warmwasser das ganze Jahr, dazu die Heizkreise im auslaufenden und beginnenden Winter. Pellets braucht das Haus nur noch im Kernwinter, knapp 60 Prozent der ursprünglich veranschlagten Menge.
Wie hilft eine zu kleine Solarthermie einem Eisspeicher?
Sie liefert nicht genug für das Warmwasser, aber genug, um den Eisspeicher über den Sommer zu regenerieren. Danach trägt der Speicher rund neun Monate im Jahr allein — Warmwasser ganzjährig, dazu die Übergangszeit im auslaufenden und beginnenden Winter. Der Pelletkessel läuft nur noch im Kernwinter. Eine unterdimensionierte Solaranlage ist also nicht nutzlos; sie hatte nur die falsche Aufgabe.